Schelmenmarktheft 2022

18 Helga Schneevogl von Erhard Bartel eine begeisterte Malerin und begnadete Künstlerin mit Liebe zu Ihrer Heimatstadt Kommt man mit Helga Schneevogl ins Gespräch, entdeckt man ihre Begeisterung fürs Malen. Mit ihren eigenen Worten umschreibt sie die Liebe zu ihrem Hobby, genau dies drückt sie voller Hingabe aus: Es liegt ein Segen darin, es zu tun. Mit der Hand zu tun. Zuerst liegt vor mir ein leeres Blatt. Ich erfreue mich mit jedem Pinselstrich, was jetzt vor meinen Augen entsteht. Und am Ende werde ich belohnt mit einem stummen Glück. Vielleicht war gerade eine schwierige Phase im Zusammenspiel mit Mitmenschen, Ärger, Kummer, Streit. Die Zufriedenheit dabei, etwas Schönes ge- schaffen zu haben, vermittelt mir eine tiefenentspannte Ruhe und Zufriedenheit und ich habe mein Gehirn stumm in andere Bahnen geleitet, die Steuerung der schlechten Gedanken über- listet oder dabei eine Lösung der Probleme gefunden. Nach diesen besinnlichen Ausführungen fällt es nicht leicht, die Lebensstationen der begnadeten Künstlerin zu beschreiben. Helga Schneevogl, geborene Fiene, erblickte am 15. Mai 1947 das Licht der Welt. Schon in der Schule war es ihr großer Traum, Malerei zu studieren. Hierzu wurden bereits im Kunstunterricht durch den Lehrer Ambross die Grundlagen gelegt. Wie es je- doch in der damaligen Zeit so Usus war, meinten die Eltern, das das Kind erst einmal etwas ordentliches lernen muss. So absolvierte sie eine Lehre als Bankkauffrau bei der Kreisspar- kasse Gelnhausen. Danach wechselte sie zur Dresdener Bank in Frankfurt und später in die Filiale in Gelnhausen. In dieser Zeit wurde ihr vom Städl in Frankfurt ein Stipendium angeboten, was sie jedoch ablehnte, um in ihrem erlernten Beruf weiter zu arbeiten. Später fand sie ihre Betätigung im familienbetriebe- nen Kino in Gelnhausen. So ganz nebenbei, aber voller Hingabe, führt sie als Gäste- und Erlebnisführerin in ihrer Freizeit Besucher durch ihre Heimat- stadt.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjM3MzI=